2 Rechner aber nur ein Arbeitsplatz, wie lassen sich beide bequem benutzen
| Dual Head, X2X, synergy, Xinerama sind Begriffe mit denen man mehrere Rechner /
Bildschirme zusammen arbeiten lassen kann. Dadurch erhöht sich in der Regel die Produktivität, da zum Beispiel auf einem Bildschirm ein PDF Dokument gelesen werden kann, auf den zweiten Display ist der Browser offen und auf dem dritten Bildschirm läuft der Mail Client.
| | Autor: tom - Date: 05.20.2005 - Size: 7576 chars - Hits / Day: 0.57 - Total Hits: 5335 | Xinerama Update: Mit den radeon Treibern funktioniert Xinerama wunderbar auch mit ATI Grafikkarten. Das einzige was noch fehlt ist ein on-the-fly Wechsel zwichen dualhead und singlehead.
Mit Xinerama können auf einem Computer mit 2 Grafikausgängen zwei Monitor eingesetzt werden. Dabei ist es möglich Fenster von einem Bildschirm auf den anderen zu schieben. Momentan funktioniert Xinerama nur zuverlässig wenn 2 Grafikkarten eingesetzt werden. Beim Laptopeinsatz mit einer ATI Grafikkarte, der einen externen Monitor Anschluss hat, liefen die proprietären Treiber von ATI nicht mit Xinerama. Die proprietären Treiber unterstützen zwar Dualhead, aber es lassen sich keine Fenster hin und herschieben. Und wenn kein externer Monitor angeschlossen ist, dann startet das X überhaupt nicht. 1 Rechner, 2 Bildschirme
Bei Rechern mit 2 Grafikkarten in Betrieb (z.B. onboard und separate AGP Karte) funktioniert Xinerama hervorragend. Anwendungen dafür gibt es genügend:
- 1 Mointor: IDE (webdev), 2 Monitor: WebBrowser
- 1 Mointor: IDE (code), 2 Monitor: Manual
- 1 Monitor PDF, 2 Monitor Office/Emacs
Es steigert die Lust beim Arbeiten, da kein lästiges hin und herswitchen mehr nötig ist. Ein drehen des Kopfes genügt und die gewünschte Information kann nachgelesen werden. (http://www.tldp.org/HOWTO/Xinerama-HOWTO/)
X2X Das X2X Programm ist mehr oder weniger ein sofwarebasierter KVM (Keyboard - Video – Mouse) Switch, was aber den netten Effekt hat, dass, wenn man mit der Maus am Bildschirmrand ist, wird auf den 2. Rechner geschaltet und der Fokus der Maus und Tastatur ist auf dem zweiten Rechner.
ssh -f -Y address x2x -west -to :0 -resurface Mit diesem Befehl wird das x2x gestartet. Dazu darf aber der X Server des 2. Rechners nicht mit dem -nolisten tcp flag gestartet werden. Das Flag -west gibt an, wo sich der zweite Bildschirm befindet.
Ich habe x2x getestet und es ist nur bedingt nutzbar, da man keine Fenster hin und herschieben kann und auch Copy und Paste funktioniert nicht. Es ist wirklich nur ein softwaremässiger KVM Switch und nicht mehr. (http://x2x.fanstvo.com/)
Synergy
 2 Rechner, 1 KeyboardSynergy ist im Gegesatz zu x2x mehr als nur ein KVM Switch, es erlaubt zudem das Sharen von der Zwischenablage, was ein Copy & Paste ermöglicht. Zudem werden die Bildschirmschoner synchronisiert, was verhindert, dass ein Bildschirm aktiv ist, aber der andere nicht. Synergy läuft auch mit anderen Platformen wie Mac OS und Windows zusammen.
Das Programm ist x2x sehr ähnlich, ausser das Copy & Paste funktioniert und dass es etwas langsamer erscheint, was zumindest den Wechsel des Bildschirms angeht. Auch die Reihenfolge der Fenster beim Wechseln ist nicht immer konsistent, das heisst, wenn auf dem Rechner ein Fenster aufgeht und der Mausfokus nicht auf diesem Rechner ist, dann wird beim Wiedereintritt die alte Fensterordnung wiederhergestellt (ähnlich zum Bug: 1102069, bei der version 1.2.2)
Abgesichert wird es ebenfalls mit ssh, wie bei x2x. Mit einem Eintrag in authorized keys, lässt sich alles automatisch abwickeln.
ssh -f -R 24800:ifidyn164:24800 draft@ifidyn132 synergyc localhost (http://synergy2.sourceforge.net/)
VNC  Remote und lokaler RechnerVNC ist für entfernte Server geeignet, bei dem man den Inhalt des Bildschirms auf dem lokalen Rechner sehen will. VNC unterscheidet sich von x2x und synergy, dass es kein KVM Switch ist, sondern ein Bildschirm-Grabber, welcher lokale Mouse und Keyboard Events zum entfernten Rechner überträgt.
VNC ist ebenfalls als X Server einsetzbar und so kann ein Linux Server mit einem VNC Client administriert werden. VNC gibt es aber nicht nur für Linux, sondern auch für Windows und Konsorten.
(http://www.realvnc.com/)
NoMachine NX NoMachine NX ist ähnlich wie VNC oder X11, bei dem ein Fenster remote gesteuert wird. Ein grosser Vorteil ist, dass MS Windows Terminal Server und VNC Protokolle unterstützt werden. NoMachine NX kommt mit wesentlich weniger Bandbreite aus und läuft gemäss Herstellerangaben mit 10 kBit/sec. (http://www.nomachine.com/)
SHFS Dieses Kernel Modul ist überhaupt nicht als KVM Switch gedacht, da es aber von Vorteil ist, die Festplatte zu teilen, wird SHFS ebenfalls erwähnt. Neben NFS und Samba gibt es Alternativen, wie z.B. SHFS, welches auf ssh Basis funktioniert. Das Kernel Modul muss kompiliert werden, sofern die Distribution das Programm nicht mitliefert.
Ich hab mich dazu entschieden SHFS zu verwenden, da ssh sowieso schon auf meiner Kiste läuft und ich nicht die Schwergewichte NFS oder Samba installieren wollte.
Mit dem Befehl mount -t shfs user@host /mnt lässt sich so ein Verzeichnis per ssh mounten. Da ich beide Rechner gleichzeitig starte, wird ein Rechner unter Umständen den anderen nicht sehen, da ein Rechner zuerst hochgefahren ist. Dem entgegenzuwirken habe ich ein kleines Bash Skript geschrieben, welches alle x Minuten läuft.
#!/bin/bash #check if a mount is mounted, if not mount it! MOUNT=/mnt/ifi array1=( `cat /etc/fstab | grep $MOUNT` ) if [ `mount | grep -c ${array1[1]}` = 0 ] then echo "mounting ${array1[1]}" mount ${array1[1]} fi Damit man nicht immer das Password eingeben muss, kann man auch hier einen Schlüssel generieren und als in authorized_keys eintragen, analog wie bei http://www.puddingonline.com/~dave/publications/SSH-with-Keys-HOWTO/. (http://shfs.sourceforge.net/)
| Bemerkungen, Kommentare und Feedback  | | Beiträge: 2 | 26.01.2006 13:17 |
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